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Die Mühle
Die Geschichte der Hofbräuhaus-Kunstmühle Schon auf dem hölzernen Stadtmodell Jakob Sandner´s von 1570 steht an der Stelle der heutigen Mühle eine Malzmühle. Nachdem 1607 das Hofbräuhaus aus dem Alten Hof ans Platzl gezogen war, wird 1677, hinter der Stadtmauer, am Kosttor ein neues Malzhaus erbaut. 1703 läßt Churfürst Max Emanuel eine Malzbrechmühle mit 4 Gängen errichten.
Im 19. Jahrhundert führt die Mühle die Bezeichnung "königliche Malzmühle" und ist fester Bestandteil des Königlichen Hofbräuhauses am Platzl. In den Jahren nach 1870 wird an der Inneren Wiener Straße in Haidhausen eine neue Brauerei gebaut, die alten Brauereigebäude am Platzl werden abgerissen, es entsteht eine neue Großgaststätte, das heutige Hofbräuhaus.
Die Malzbrechmühle mit der Wasserkraft bleibt bestehen und wird an Privat verkauft. Nun werden die alten Mahlgänge durch eine innovative Technik – die Walzenstühle – ersetzt. Die Mühle wird zur Kunstmühle umgebaut und stellt fortan helle Mehle aus Weizen her. 1921 erwirbt Jakob Blum, ein Müller aus der Pfalz, die Mühle. Die Bombenangriffe auf München im 2. Weltkrieg übersteht die Mühle fast unbeschädigt. 1967 verliert sie bei der Auflassung fast aller Münchner Stadtbäche ihre Wasserkraft und arbeitet seither mit Strom.
Seit 1988 können alle Produkte, darunter viele Spezialmehle, von Endverbrauchern im Mühlenladen an der Neuturmstrasse erworben werden.
Mit Stillegung der Mühle am Auermühlbach im August 2007 ist die Hofbräuhaus-Kunstmühle nunmehr die einzige produzierende Mühle im Großraum München. Sie befindet sich heute in 4. Generation der Familie Blum.
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